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Preisverleihungen für unsere Autoren

Zeller IIUnser Autor Michael Zeller (Wuppertal) ist 2015 als „Stadtschreiber“ von Regensburg eingeladen worden.

Während des Sommers wohnt und arbeitet er in einem Atelier des „KunstvereinsGRAZ“, mitten in der schönen Altstadt. Er wird in Stadt und Umgebung mit offenen Sinnen unterwegs sein und ansonsten weiter an seinem neuen Roman schreiben.

Zuletzt, 2014,  erschien bei uns seine Erzählung BRUDERTOD, die Geschichte eines Selbstmords. Bei dem Publikum und in der Presse hat sie großen Zuspruch erfahren.

In diesem Herbst 2015 kommt die Neuauflage seines Romans FALSCHSPIELER in unsererm Hause heraus, der zurzeit schwer erhältlich ist. Der Roman ist um die Figur des Literaturfälschers George Forestier herum erzählt, aus den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts. In seiner Art ist dieser Skandal bis heute noch nicht überboten worden. Der ganze Literaturbetrieb des Landes hat sich damals blamiert – allen voran Gottfried Benn.

5106449-9783819609718_cover - KopieZeller, Michael: BruderTod

Ein Kinderleben, Bochum 2014, ISBN 978-3-8196-0971-8, kart. (engl. Broschur) 21 x 14,5 cm. 144 S. € 14,90

Hier eine umfangreiche Leseprobe

Mehr als ein halbes Jahrhundert hat Michael Zeller gebraucht, ehe er sich an diesen Stoff herantraute: den Selbstmord eines älteren Bruders zu erzählen. BRUDERTOD ist weit mehr als eine persönliche Bilanz geworden. Der Autor ist noch einmal hinabgestiegen in die fünfziger Jahre, hat die Orte der Kindheit aufgesucht, in Deutschland, in Polen, um nach Gründen dieser Tat zu suchen. Zeller hält sich dabei strikt an die Sichtweise eines Kindes und schafft es so, die einzelnen Stationen eines Scheiterns von innen auszuleuchten, bevor der Junge der Welt den Rücken kehrt, ohne ein Wort zu hinterlassen. Gleichzeitig versteht es der erfahrene Erzähler, geschichtliche Ereignisse der Zeit in Deutschland lebendig werden zu lassen. Etwa wenn es um den Streit des Vaters mit seinem zeitweiligen Dienstherrn geht, Joseph Goebbels, Reichspropagandaminister damals. Angesichts des brüderlichen Freitodes wird nichts geschont und nichts geschönt. Doch das unauflösbare Geheimnis dieser Tat bleibt in der Erzählung immer gewahrt. Es hat den Autor sein Leben lang begleitet. Jetzt hat er ein Fenster geöffnet – ins Freie. BRUDERTOD ist ein reifes Meisterstück des Erzählens. Jeder Selbstmord ist mir, soweit ich das behaupten darf, ein vertrautes Erleben. Brüderlich nah. Selbstmörder sind meine Brüder, alle. Etwas bricht dabei auf in mir und wirft mich auf das Modell für sämtliche Selbstmorde zurück, die Ur-Tat in der Küche des Bad Homburger Reihenhauses. Alle Gefühle von damals fallen über mich her, Jahrzehnte alt und im Alltag verstummt. Sind da und frisch wie gestern. Die Frage stellt sich wieder neu, auch wenn ich es weiß: Eine Antwort gibt es nie. Das hilft mir wenig. Im Gegenteil. Es zwingt mich nur, tiefer zu graben, wie im aktuellen Fall jetzt bei dem Bruder. Ab wann wußte er es? Und wie hielt er das durch?

Auch als ebook erschienen € 7,99

Von Michael Zeller erschien ebenfalls bei uns:

Zeller IIIMichael Zeller: wie es anfängt : wie es endet

gedichte und gesänge, Bochum 2013, ISBN 978-3-8196-0918-3, kart. 96 S. € 9,90

Hier eine Leseprobe

In Michael Zellers neuem Gedichtband ist die Lyrik der letzten Jahre gesammelt, als eine Art Zwischensumme seiner Lebensreise, wie er sagt, ein Stück innerer Biographie: Landschaften und Länder tauchen auf, Epochen und Ereignisse, Lust & Liebe und unser Alltag mit seinen Mühen und Freuden. „Zellers Lyrik hat eine angerauhte Zartheit“, urteilte Karl Krolow beim lyrischen Debüt vor gut drei Jahrzehnten und nennt seine Gedichte „scharfe Daseinsstudien“. Darin ist Zeller sich treu geblieben.

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MühlDer Landschaftsverband Rheinland zeichnete am 23. 4. 2015 den Wuppertaler Schriftsteller Karl Otto Mühl mit dem Rheinlandtaler für die Förderung der Kultur im Rheinland aus. Dazu gratulieren wir sehr herzlich und möchten noch einmal auf sein vor kurzem in unsererm Verlag erschienenes Buch „Totenwache“ hinweisen, das gleichsam wie in einem Lebensaufriss mit dem Blick auf fremde und eigene Schicksale – „ein intimes Zeitbild eines einfühlsamen Literaten“ (WAZ 23.4.15) bietet.

UVB_Muehl_Totenwache_Umschlag_2K.inddKarl Otto Mühl, Totenwache, Abschiede Bochum 2015, ISBN 978-3-8196-0981-7, kart. 111 S. 19 x 12 cm.  9,90

Hier finden Sie eine umfangreiche Leseprobe

Karl Otto Mühl, der nach einem langen Leben zurückblickt auf Schicksale, fremde und eigene, blickt auf die Freunde, die ihn bereits verlassen haben. Sie sind ihm liebend gegenwärtig, und die Erinnerung an sie wird zur aktuellen Begegnung  mit der Rätselhaftigkeit des Lebens und Sterbens. Er hat sie sich nicht nach öffentlicher Bedeutung ausgesucht, diese Freunde, sondern nach der Intensität, mit der sie Teile seines Lebens geworden sind. Und dennoch ist jeder von ihnen ein Solitär, manchmal sogar im öffentlichen Wirken, aber für uns, die Leser, werden sie zu Marksteinen, die uns eindringlich anblicken.Sie erinnern uns daran, dass wir zusammengehören in einer Welt, die uns alle voneinander zu trennen scheint.

Karl Otto Mühl:  Geb. 16.2.1923 in Nürnberg; Realschule in Wuppertal, Lehre als Industriekaufmann, Kriegsgefangenschaft in Ägypten, Südafrika, USA und England Abitur. 1948–86 Werbe-, Verkaufs- und Exportleiter in verschiedenen Firmen, seit 1987 freier Schriftsteller; verheiratet, drei Töchter. Mitglied im VS. – 1975 Von-der-Heydt-Preis, 2006 Literatur-preis der Springmann Stiftung.

Auch als ebook erschienen € 4,99 

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KrauseAm 21.3. 2015 hat David Krause, einer der Autoren vonAufBruchStellen„, den höchst renommierten Leonce-und-Lena-Preis Darmstadt  gewonnen.

kulinKulin, Katja & Kroos, Christian (Hrsg.): AufBruchStellen

 Die besten Texte aus drei Jahren Zehntausend-Wettbewerb im DSFo, Bochum 2015, ISBN 978-3-8196-0988-6, kart. 20 x 12,4 cm. 135 S
Es wäre verfehlt, hier über die einzelnen Geschichten reden zu wollen, ein Überblick würde an der Vielfältigkeit ihrer Inhalte scheitern. Zu verschieden sind die Texte, zu unterschiedlich ihre Art, von augenzwinkernder Leichtigkeit bis zu dunkelstem Pessimismus, von wortgewaltiger Expressivität bis hin zu leiser Reduktion. Jeder Text nimmt den Leser mit auf eine höchst individuelle und eigenartige Reise, doch auf den Punkt geschrieben sind sie alle: Zehntausend Zeichen erlauben keine großen Ausschweifungen. Es sind Miniaturen mit vielen Facetten und, was die Zusammenstellung in diesem Band angeht, ohne Wiederholungen.

Inhalt :Ameisen im Krieg von Sonja Kettenring 13
Alter des Lichts und der Landschaft von Marc Richter 17
Die Spinnen von David Krause 23
Geschichte mit deformierten Kastanien und dem Anfang am Ende von Daniela Hahner 30
Und Gott sprach, es werde von Jenni Raasch 36
Kaffeeblasen von Dennis Mizioch 41
Wovon man nicht sprechen kann von Holger Schubert 46
Ochsenblutrot von Karoline Pauluhn 51
Der Spinner von nebenan von Katharina Conrad 55
Aus·Wege von Thomas D. Föller 61
Die Libelle von Henrike Spohr 67
Samstagmorgen von Diana Schmidt 72
Variationen über die Wahrheit − eine Heterophonie von Michael Kohl 77

Fugen von Barbara Messing 83
Number 17 von Wolfgang Christian 87
Auf Basalt von Holger Schubert 93
Später von Wolfgang Sünkel 98
Vater von Lara Krump 102
Schokoladenleben von Barbara Messing 107
Außen am Fenster innen von Mons 111
Zurück auf Los von Jenni Raasch 116

Hier das ebook € 6,99

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Weinbörner2014 erhielt unser A

utor Udo Weinbörner den Alfred Müller-Felsenburg Preis für aufrechte Literatur

Bei uns erschien 2014:

WeinbörnerWeinbörner, Udo: ZART WILL ICH DICH BERÜHREN.

 GEDICHTE Mit schwarz-weiß Fotografien von GERHARD NOTZEM, Geleitwort MICHAEL STARCKE; Bochum 2014, ISBN 978-3-8196-0968-8, kart. 20 x 12,5 cm 154 S.

Wir freuen uns mit unseren Autoren und gratulieren sehr herzlich € 11,90

Hier eine Leseprobe

Auf 150 Seiten, Gedichte ausgewählt aus 30 Jahren, zusammengestellt in einer handsignierten, limitierten Auflage. Zusammen mit den Bildern des Werler Fotografen Gerhard Notzem ein Leseereignis und das Buch ein Liebhaberstück zugleich. Die jetzt vorliegenden Liebesgedichte, Zeitgedichte, Gedichte vom Glauben und Heimatgedichte sind thematischen Schwerpunkten zugeordnet und auf eine spannende und höchst anspruchsvolle Art unterschiedlich. Der Lyrikband bezaubert bei den Liebesgedichten mit einfühlsamen Metaphern, scheut dabei oft auch nicht Reim und Versmaß. Viele der Gedichte sind inzwischen nicht von ungefähr bereits vertont. Soziales Engagement, experimentelle Lyrik und Gedichte in der Tradition der Literatur der Arbeitswelt zeigen im anschließenden Kapitel einen Dichter, der alltagssprachenmächtig nicht im Elfenbeinturm wohnt. Sehr persönliche Eindrücke eröffnen sich dem Leser in den Glaubensgedichten und in den in ihrer Art ganz besonderen Gedichten über den Geburtsort Plettenberg in Westfalen.

UDO WEINBÖRNER; 1959 in Plettenberg (Westfalen) geboren, lebt in Meckenheim bei Bonn. Er ist Autor von zahlreichen Sachbüchern und Romanen.

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NolléUnd ebenfalls 2014  Heimito Nollé den 1. Preis beim Aphorismen Wettbewerb 2014 des Deutschen Aphorismus- Archivs (DAphA)

Bei uns erschien 2014:

9783819609640_frontcoverNollé, Heimito: Aussätzer

 Aphorismen, Vorwort Jürgen Wilbert, Bochum 2014, ISBN 978-3-8196-0964-0, kart. 20 x 12 cm. 90 S. zahlreiche s/w Fotos € 11,90
Einer seiner preisgekrönten Aphorismen lautet: „Um den Schein zu wahren, verbirgt sich Größe oft im Unscheinbaren.“ Überzeugt hat die Juroren zum einen „die gleichmäßige Qualität der eingereichten Aphorismen“, zum anderen „die bildhafte Umsetzung“. Neben der philosophisch-inhaltlichen Fundierung sind es genau diese Gütekriterien der bildhaft-metaphorischen und sprachlich-stilistischen Ausgestaltung, die auch die Texte dieser Veröffenlichung mit dem originellen Titel „Aussätzer“ auszeichnen. …Er selbst ist kein „epischer Charakter“; seine Texte sind kurz und prägnant, dabei jeweils „mehr als ein Spruch, ein Einspruch.“ Das berühmt-berüchtigte Potenzproblem des Aphoristikers (nach Hanns-Hermann Kersten: „je kürzer- desto besser“) wird auch von ihm beklagt: „Der Aphoristiker ist ein schlechter Liebhaber – kaum auf der Höhe, kommt er schon zum Punkt.“ …Was ihn durchgängig zu kritisch-aphoristischen Kommentaren herausfordert, ist das Geschwätzige, das Laute in unserer Kommunikationsgesellschaft. Dies belegen die folgenden Beispiele:: „Die schlimmste Lärmbelästigung … ist das Platzen von Sprechblasen.“ / „Im Rauschen der Informationsflut hört man den Ertrinkenden nicht.“ / „Die Bilderflut zerstört jede Anschauung.“ Darin wird sein zentrales Anliegen, Aphorismen zu schreiben, deutlich: Aphorismen sind für ihn „kleine Lichtungen im Phrasenwald.“ …Hier einige bissig-appetitliche Kostproben: „Er sank immer tiefer, bis auf die Höhe der Zeit.“ / „Eine Zeit, in der sich alles bewegt, ist nicht zwangsläufig eine bewegte Zeit.“ / „Hoffentlich kommen unsere Nachkommen nicht nach uns!“ / „Wir betreiben Raubbau an der Zeit: von der langen Weile bleiben nur noch Schrecksekunden.“ … Neben den grundlegenden Stilmitteln der Verknappung und Überraschung beherrscht er gleichermaßen den wirkungsvollen rhetorischen Kniff der Pointierung und Übertreibung: „Beim Versuch des aufrechten Gangs bringen es viele nur bis zum Strammstehn.“ Von der beißenden, (selbst)ironischen Kritik bleibt auch sein Geburts- und Heimatland Schweiz nicht verschont: „Um den Horizont der Schweiz zu erweitern, müsste man Berge versetzen können.“ Oder als lakonische (Schein-)Definition: „Die Schweiz, ein Alptraum.“ Ferner finden wir bei Nollé auch viele sprachliche Neuschöpfungen (Neologismen), so u.a. „Egotripper“, „Sprach-Emissionen“, „Uhrteil“, „Bildungsdrohung“, „Broschürenkunst“, „Bodybuilder der Literatur“. Der Aphorismus in Frageform kommt ebenfalls vor: „Mit wem betrügt man sich selbst?“ / „Was nützt Langlebigkeit in einer kurzlebigen Zeit?“ / „Er ist Vorstand der Firma, warum sollte er hinter ihr stehen?“ … Nollés „Aussätzer“ stellen eine viel versprechende Bereicherung der gegenwärtigen Aphorismus-Landschaft dar.(Aus dem Vorwort von Jürgen Wilbert)
HEIMITO NOLLÉ wurde 1970 in Zürich geboren. Er studierte Philosophie und Geschichte an den Universitäten Zürich und Berlin und schloss mit einer Arbeit über Hannah Arendt ab. Sein literarisches Interesse gilt vorwiegend dem Aphorismus und der Lyrik
Wir freuen unsd mit unseen Autoren und gratulieren ganz herzlich

Norbert Brockmeyer

Universitätsverlag Brockmeyer